Die Finanzkrise hat es wiedermal mehr als deutlich gemacht: Nicht jede Art, sein Geld anzulegen, ist wirklich sicher und bringt darüber hinaus einen angemessenen Ertrag. Wie viele Fonds wurden hier doch geschlossen, und wie viele Anleger haben im Zuge der Finanzkrise nicht ihr Geld verloren? Dieses Prozedere hat bei vielen Menschen zu einer Ernüchterung geführt und auch zu der Einsicht, dass man nicht alles einfach glauben sollte und die Sicherheit der Geldanlage darüber hinaus das oberste Gebot ist. Im Rahmen dieser weltweiten Entwicklung ist hier das Tagesgeldkonto als sichere Geldanlage, mit der in der Regel ordentliche Zinsen erzielt werden können, wieder mehr und mehr in das Bewusstsein vieler Geldanleger gerückt.
Tagesgeld – auf Vorfälligkeit achten!
Wie unterscheidet sich nun das sogenannte Tagesgeld von anderen Festgeldangeboten? Nun, der Name ist bei dem Tagegeldkonto in der Regel Programm. Hier kann ein Anleger bei einer Bank oder einem Kreditinstitut einen bestimmten Geldbetrag zu einem vereinbarten Zinssatz anlegen und hat dennoch täglich die Möglichkeit, über das Geld oder auch nur Teilbeträge der Anlage zu verfügen. Das unterscheidet diese Anlageform von herkömmlichen Sparkonten, die im Allgemeinen den Zugriff auf rund zweitausend Euro im Monat beschränken – ansonsten wird meist eine Vorfälligkeitsgebühr fällig.
Zinsen höher als beim Sparkonto
Beim Tagesgeldkonto sind die Zinsen höher als bei Sparkonten oder bei Girokonten. Oftmals sind sie sogar höher als bei einer Festgeldanlage, bei der die Gelder grundsätzlich zwölf oder mehr Monate gebunden sind. Natürlich richten sich die Zinsen immer nach der Marktlage, da einige Banken für Neukunden aber auch attraktive Lockangebote über zusätzliche Prämien bereithalten, kann sich ein Vergleich mit spitzer Feder jedoch immer lohnen. Hier muss aber auch der große Nachteil des Tagesgeldkontos genannt werden. Die vereinbarten Zinssätze sind fast immer variabel. Häufig gilt der vereinbarte Satz nur für die ersten sechs Monate und wird dann angepasst. Der Anleger muss sich also um das Konto aktiv kümmern und unter Umständen auf ein anderes Konto umschichten. Der Zinssatz kann sich durch den Zinseszinseffekt deutlich erhöhen, wenn die Bank die Zinsen monatlich gutschreibt und dann im weiteren Verlauf mitverzinst.
Sicherheit vor Rendite
Tagesgeldkonten in Deutschland sind als Spareinlage laut EU-Recht bis zu 50000 Euro bei einer Insolvenz der Bank abgesichert, bei Mitgliedsbanken in Deutschland über Einlagensicherungsfonds auch über diesen Betrag hinaus.
Kosten
Im Normalfall fallen für ein Tagesgeldkonto keine Kosten an. Der Kunde nennt lediglich ein Referenzkonto, von dem das Geld auf das Tagesgeldkonto eingezogen wird und auf das auch wunschgemäß Beträge wieder ausgezahlt werden. Ein übersichtlicher Jahreskontoauszug wird im Allgemeinen kostenfrei ausgestellt.




